VITRA, USM HALLER, THONET – Online einkaufen bei einrichten-design.at

Ihre Vorteile: Nur Originale  28 Tage Rückgabe  Persönlicher Ansprechpartner  Versandkostenfrei ab 40 €  3% Rabatt bei Vorkasse  1,5% Jahresbonus 

Egon Eiermann

In aufsteigender Reihenfolge

49 Artikel

In aufsteigender Reihenfolge

49 Artikel

Der Hochschullehrer Egon Eiermann ist als Architekt und Möbeldesigner im Nachkriegsdeutschland stilprägend. Er beginnt als Erster mit der Konzeption von Serienmöbeln, die internationale Maßstäbe an Funktionalität und Form erfüllen. Sein Schaffen ist ein Meilenstein der modernen Möbelgestaltung.

Das Wirken von Egon Eiermann

Egon Eiermann wird am 29.09.1904 in Berlin-Neuendorf geboren. Nach dem Abitur studiert er Architektur an der Technischen Hochschule in Berlin. Prägende Lehrer sind vor allem Heinrich Tessenow und Hans Poelzig, der ihn zu seinem Meisterschüler macht.

Ab 1927 ist Eiermann zuerst bei der Karstadt AG beschäftigt, dann bei der Bewag. Von 1931 bis 1945 arbeitet er in Berlin als selbstständiger Architekt. Im Jahr 1947 erhält er an der Technischen Hochschule Karlsruhe den Lehrstuhl für Architektur. Bis zu seinem Tod am 19.07.1970 betreibt er hier auch sein Architekturbüro.

Der Baumeister und Hochschullehrer Egon Eiermann gilt als einer der wichtigsten Architekten der deutschen Nachkriegszeit. Seine bedeutendsten Bauten sind unter anderem seine Wohnhäuser in den dreißiger Jahren, die Taschentuchweberei in Blumberg (1951), die Pforzheimer Matthäuskirche (1953), der deutsche Weltausstellungs-Pavillon in Brüssel (1958), die Washingtoner Deutsche Botschaft (1964) und das Bonner Abgeordneten-Hochhaus (1969). Heute stehen mehr als 30 seiner Bauten unter Denkmalschutz.

Doch Eiermann ist nicht nur ein geschätzter Architekt - sein Möbeldesign prägt eine ganze Generation nachhaltig. Er beginnt bereits im Jahr 1948 als Erster mit der Entwicklung von Serienmöbeln, die sowohl hinsichtlich der Form als auch in puncto Funktionalität internationalen Ansprüchen standhalten. Dadurch ermöglicht er es anderen deutschen Designern, nach der nationalsozialistischen Isolation erfolgreich an die Design-Tradition ihres Landes anzuknüpfen. Egon Eiermann wird zum führenden Haupt der Zweiten Moderne und spielt für die moderne deutsche Möbelgestaltung eine zentrale Rolle.

Die wichtigsten Möbelentwürfe von Egon Eiermann

Eiermann Tischgestell 1

Das Werk von Egon Eiermann zeichnet sich durch Einfachheit, unmittelbare Erkennbarkeit der Funktion und strengste Geometrie aus.

Das Tischgestell Eiermann 1 (1953) mit seinen schrägen Kreuzstreben aus Stahlrohr ist eine beeindruckend minimalistische Konstruktion, die trotz ihres reduzierten Materialeinsatzes maximale Standfestigkeit erreicht. Als Abwandlung ist das Gestell unter dem Namen Eiermann 2 (1965) erhältlich. Diese Ausführung modifiziert im Anschluss Adam Wieland, Werkstattleiter an der Karlsruher Technischen Hochschule, um das Gestell zerlegbar und somit transportabel zu machen.

Korbsessel E10

Der aus Rohrmaterial geflochtene Korbsessel E 10 stammt in seiner Urform aus dem Jahr 1949 und wird im Laufe der Zeit häufig variiert. Mit seinem innovativen Konzept gelingt es Eiermann, die nötige Stabilität des Sessels allein aus den Gestaltungsmöglichkeiten des geflochtenen Rohrs zu entwickeln. Passend dazu: der Rattanhocker E 14.

Der 1952/53 entworfene Holzklappstuhl SE 18 wird für das New Yorker Museum of Modern Art ausgewählt und erhält den GoodDesign Award. Der robuste und zugleich bequeme Stuhl aus massiver Buche fällt vor allem durch seine konisch zulaufenden Beine auf. Er wird bis heute ununterbrochen produziert und hat während der Jahrzehnte nichts von seinem Charme verloren.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Egon Eiermann Gesellschaft