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In unserer Ausstellung: Midgard Leuchten

100 Jahre lenkbares Licht

1919 aus dem Industriewerk Auma Ronneberger und Fischer hervorgegangen, ist die Midgard Licht GmbH Besitzer des ältesten Patents für lenkbares Licht.
Ihr Gründer Curt Fischer gilt als der Erfinder von lenkbarem Licht. Seine Leuchten wurden unter anderem in den Metallwerkstätten des Dessauer Bauhauses verwendet.

Die Produkte werden in Hamburg Altona gefertigt und montiert, damit sind Midgard Leuchten echte Made-in-Germany Ware. Sie sind ENEC und VDE zertifiziert.

Sie haben Interesse an den Midgard Leuchten?

In unserer Ausstellung in Würzburg können Sie die Leuchten in Natura bewundern. Stellen Sie uns eine Anfrage über unser Kontaktformular.
Auch Sonderversionen sind auf Anfrage möglich. Wir erstellen Ihnen gerne ein unverbindliches Angebot.

Leuchten im Überblick

K831 Leuchte

Die Neuauflage der K831 basiert auf einem Entwurf aus dem Jahre 1931. Ihr freischwenkbarer Schirm erlaubt eine flexible Ausrichtung des Lichtkegels in alle Richtungen. Ihr Leuchtenschirm besteht aus handgedrücktem zweifach farbig emailiertem Stahlblech. Ein Innenschirm in Softweiß sorgt für neutrales Licht. Die Re-Edition wurde 2014 von David Einsiedler und Joke Rasch initiiert und entworfen.

 

Modular Leuchte

Die Modular Leuchte gilt als Weiterentwicklung der bekannte Modelle Typ 113 und Typ 114. Unter der Leitung von Curt Fischer wurde der Entwurf in den 1920er Jahren zu einem modularen Lichtsystem weiter ausgearbeitet, so dass er alle lichttechnischen Bedürfnisse sowohl von Privatpersonen als auch im öffentlichen Leben erfüllt. Die Modular Leuchten umfassen Tisch-, Wand-, Decken- und Stehleuchten. Sie werden bis heute im Sinne des Erfinders mit wählbaren Armlängen, Armanzahl, Schirmformen und –Farben gefertigt.

 

Federzug Leuchte

Ein Parallelogramm mit Federzugspannung - Das Original aus den 1950er Jahren wird bis heute in
Hamburg auf den originalen Werkzeugen hergestellt. Die Leuchte wird vollständig aus Metall (Stahl und Aluminium) gefertigt. Sie ist mit freistehendem Standfuß für Boden oder Tisch oder mit Klemmfuß erhältlich. Die Federzugleuchte ist in weiß oder schwarz erhältlich. Andere RAL Farben können auf Anfrage in kleinerer Stückzahl umgesetzt werden.

Entstehungsgeschichte

Nach dem Ende des ersten Weltkriegs nahm auch die Industrialisierung immer weiter zu und so arbeiteten die Menschen länger als es das Tageslicht zuließ.
Zu dieser Zeit waren Decken- und Pendelleuchten üblich, allerdings äußerst unpraktisch, da das Licht nur von oben kam.
Im November 1919 hatte Curt Fischer mit seinen berühmten Scherenleuchten eine Lösung gefunden: der verstellbare Wandarm sorgte für Licht genau dort, wo es benötigt wurde.
Die Leuchte ließ sich heranziehen und ihr Kopf war drehbar, um den Lichtkegel im gewünschten Winkel auf den Arbeitsplatz zu richten.
1922 stellte Fischer den ersten blendfreien Reflektor her, der für optimal gerichtetes Licht sorgt.


Nach dem Tod von Curt Fischer 1956 übernahm sein Sohn Wolfgang die Firma.
Nach der Enteignung während der Zeit der DDR, wurde das Unternehmen nach der Wende reprivatisiert und unter dem Namen Midgard Leuchten weitergeführt.
2015 übernahmen dann David Einsiedler und Joke Rasch die Rechte an der Firma und erwarben alle noch vorhandenen Werkzeuge, Leuchtenteile und das umfassende Firmenarchiv.
Ihr Ziel die Erfindungen von Curt Fischer wieder auf den Markt zu bringen konnten sie 2017 mit der Serienproduktion erfüllen.


So werden 100 Jahre Leuchtengeschichte im Sinne von Curt Fischer fortgeführt.

… und das Bauhaus?

Als das Bauhaus im Jahr 1926 die neuen Gebäude in Dessau bezieht, sind auch die Leuchten von Curt Fischer dabei. Walter Gropius selbst gilt als großer Fan der Midgard Leuchten. Er stand zwischen 1927 und 1931 in Briefkontakt mit Fischer. Nicht nur die Metall-Werkstätten des Bauhauses sondern auch sein eigenes Wohnhaus stattete Gropius mit den Leuchten aus. Auch sein Nachfolger Hannes Meyer am Bauhaus Dessau war begeistert und ließ die Lesesäle des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes in Bernau bei Berlin Midgard-Leuchten aus bevor sich wenige Jahre später das Bauhaus unter dem Druck des dritten Reichs auflöste.


Fischers Midgard-Leuchten überzeugen Meister und Studierende durch ihre präzise Maschinenästhetik gleichermaßen. Denn Fischer widmete jedem Bauteil eine hohe gestalterische Aufmerksamkeit, denn die Avantgardebewegung der Architektur und Produktgestaltung hatte es sich zum Ziel gesetzt Überkommenes zu erneuern.


So entdeckten Bauhausgrößen wie Marianne Brandt, Marcel Breuer, Walter Gropius und Laszlo Moholy-Nagy, aber auch Lyonel Feininger, Egon Eiermann, Sep Ruf und Jan Tschichold die Midgard Leuchten von Curt Fischer mit ihrem frei beweglichen Licht und dem blendfreien Reflektor für sich.